Bei uns in Laconia ist nun definitiv der Winter eingekehrt.
Seit Dezember ist sind die Temperaturen Nordpolreif, der grosse See vor dem Haus ist zugefroren und man kann nun den See mit dem Auto überqueren und auch an Schnee mangelt es hier nicht.
Doch trotzdem erlebte ich hier keine weisse Weihnachten. Zusammen mit meiner Familie ging ich im Dezember für zwei Wochen nach Cocoa Beach – Florida. Die Reise unternahmen wir mit dem Auto und so verbrachte ich 2 Tage – eingequetscht zwischen Zwei Kindersitzen ohne Pause mit der ganzen Familie – was mir jedoch gefiel.
Die Ganze reise Starteten wir mit 5 Stunden Verspätung. Der Tripp führte uns durch 10 Bundestaaten. Wir starteten in New Hampshire, fuhren durch Massachusetts, Connecticut und erreichten bei Dämmerung dann auch New York. New York City war ein Highlight. Die unendlich vielen Lichter zu sehe, war einzigartig und wir überquerten den Hudson river. New Jersey hiess dann der nächste Bundesstaat. Zuerst konnten wir noch auf das Lichtermeer von NYC zurückblicken und dann war es plötzlich stockdunkel… Die einzigen Lichter, welche wir sahen waren die Lichter der Autos, die vor uns fuhren oder uns entgegenkamen.
Nach neuen Stunden erreichten wir den Bundesstaat „DELAWARE“. Mir viel auf, dass es hier immer noch Schnee hatte – viel Schnee. Nach kurzer Zeit folgte schon der nächste Staat: „MARYLAND“. Wir fuhren an Baltimore vorbei, was die Kids jedoch nicht mitbekamen, da sie schliefen und ich hatte die Übersicht über sämtliche Staaten verloren. Dann endlich ein neuer Staat. Es folgte Virginia. Und dann folgte auch North Carolina – wo es definitiv keinen Schnee mehr hatte. Man konnte über weite Grünflächen blicken und wir sahen Baumwollfelder. In South Carolina war es dann auch deutlich wärmer als in New Hampshire. Hier folgten dann die ersten Palmen.
Nach einer langen langen Zeit – welche mir unendlich erschien, wechselten wir dann in den Bundesstaat Gorgia und dann endlich, endlich folgte Florida. Florida erreichten wir bei kompletter Dunkelheit – doch man konnte die Umrisse der Palmen erkennen und irgendwann hatten wir unser Ziel erreicht.
Es folgten zwei unvergessliche Wochen. Die Zeit war einzigartig – aber auch anstrengend. Es war das erste Mal, dass ich meine Hostparents um mich herum hatte, wenn ich arbeitete, was mich jedoch nicht beunruhigte. In dieser Woche waren wir viel unterwegs. Wir sahen echte Raketen der NASA, im Kennedy Space Center, Delfine konnten wir vom Balkon aus sehen und wir gingen auf einen „Airboath RIDE“ , wo wir die Alligatoren in freier Wildbahn sahen.
Währen dieser Woche merkte ich richtig, wie super die Familie mit mir zusammen arbeitete. Ich fühlte, dass die Eltern und ich ein Team sind. Egal in welchen Situationen, sie standen mir immer zur Seite – und das tun sie bis heute.
Weihnachten verbrachten wir also ohne Schneeker. Was jedoch auch super war und zu Hause in New Hampshire feierten wir dann nochmals Weihnachten mit Schnee. Im Gegensatz zu meiner Familie in der Schweiz öffneten wir die Geschenke schon am Weihnachtsmorgen – nicht erst am Abend…
Mit Silvester und dem Jahr 2010 folgte dann auch die Rückfahrt in den kalten Norden.
Ich konnte mir gar nicht mehr vorstellen wie New Hampshire nach einigen Schneestürmen wohl aussehen mochte… Die Antwort folgte dann nach einer langen Fahrt, wiederum eingequetscht zwischen zwei Kindersitzen auf der Rückbank.
Wir hatten keine Chance zu unserem Haus zu gelangen. Jemand hat vergessen unsere Einfahrt zu pflügen und so war der Weg komplett eingeschneit… Nach einer halben Stunde war dann auch das erledigt und wir konnten endlich ins Haus und ich in mein Apartment.
Der Schnee hält bis heute an und Schneestürme sind hier keine Seltenheit.
Die Kinder gehen gerne Skifahren und ich darf jeden Mittwoch mit Brigid‘s Schule mit auf unseren Berg – die Skiregion liegt nur 5 Minuten entfernt. Ich darf dann immer mit einer Gruppe von 6 Kindern auf dem Berg rum düsen und mittlerweile kennen mich alle Kids.
Es ist schön, wenn man so integriert wird und man so viel erleben kann. Dass ich so viel in dieser kurzen Zeit erleben könnte – damit hatte ich beim Abschied in der Schweiz nie gerechnet. Meine Hostfamily passt perfekt zu mir – und laut ihnen ich auch perfekt zu ihnen… - was sicher auch dem guten Matching-Prozess von CulturalCare zu verdanken ist!
Ich bin gespannt, wann denn endlich der Frühling hier beginnt und es nicht mehr so kalt ist… =)
Ich versuche nun auch wieder mehr auf meinen Blog zu schreiben - die Zeit hier ist einfach soooooo busy - wie wir sagen ;)
Aber das geht dann sicher...
Ganz liebe Grüsse
Linda
Montag, 8. Februar 2010
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