Samstag, 28. November 2009
Kindertricks und meine Schulstunden in den USA
Die Tage vergehen hier wie im Flug, der November geht zu Ende, es wird zunehmend kälter, die Luft wird trockener und die Bäume haben ihre goldene Pracht verloren dafür leuchten nun überall Lichterketten, die Einkaufshäuser sind voller Weihnachtssachen und es ist schwierig einen Radiosender zu finden, der nicht nonstop Weihnachtslieder bringt =)
Auch diesen Monat habe ich unglaublich viel erlebt. Es waren viele kleine Abendteuer und ich merke, wie mir alles immer wie besser gelingt. Die Kinder hören nun wirklich besser zu, sie respektieren meine Regeln (-was seeeeeehr wertvoll ist ;) ) und ich gehe nun regelmässig mit Jack rennen und ich fand heraus, was die Kinder wirklich gerne spielen, was für den bevorstehenden Winter super ist, da ich ein „Anti-TV-Au Pair“ bin – was die Kinder manchmal mit „That’s not fair“ und einer absoluten „not insidevoice“ ;) betonen *hihi* und ich muss manchmal schmunzeln, wenn die Kinder mich auszutricksen versuchen – denn ich kenne leider all ihre Tricks bestens ;) Wenn sie die Zahnbürste nur mit Wasser nätzen und mir stoltz erzählen: „Linda, i brushed my teeth!!!“ Jaja, das komt mir doch bekannt vor ;) (A sorry to my mum and dad ;) I was also just a child!!!)
Ich durfte diesen Monat ein Essen für die ganze Familie in Omas „Schloss“ organisieren, was ich gerne gemacht habe und mir dann nach langem bangen, herumrennen und Party-Service organisieren auch gelungen ist… - Es waren nicht nur 10 Leute eingeladen ne, viiiiiel mehr ;) uff! Geschafft!! =)
Mit den Kids habe ich diesen Monat Geburtstagspartys besucht, unendlich viele Turkeys (Truthähne) gebastelt und gezeichnet da ja diesen Monat Thanksgiving vor der Tür stand. Mensch! Ich wusste ja nicht, was mich da erwartet und war dann zuerst mal enttäuscht als mir Donna mitteilte, dass sie mit der ganzen Familie wegfahren würde und ich alleine sein werde und als sie mir die Checkliste gab, mit allem was ich für den Trip ready machen musste begann für mich ein kleiner Maraton! Schwimmwesten, Badekleider, Socken, Jeans, Röchchen, diverse Schue, diverse Haarbürsten und „Mäscheli“ , Frotiertücher, Decken, Kissen und vieles mehr – und selbstverständlich nicht nur für ein oder zwei Kinder – ne für alle!!! Und dass auch noch in einer extrem kurzen Zeit!!! Nun, ich gab mein bestes und Jack freute sich darüber. Dieser Hund tapst mir immer hinterher und wenn ich dann eben renne, dann rennt er auch – Treppe runter, Treppe hoch, durch die Küche, in den Dressingroom und zurück Treppe runter und so weiter und so fort… Ich liebe Sport ;)
Und dann kam die Überraschung! Ich durfte zu Donnas Bruder gehen – er hat mich für Thanksgiving mit Nena (Oma) und Opa eingeladen und es kamen auch noch andere Verwandte! Es war super!
Natürlich bastelten wir aber nicht nur Turkeys… Das wäre ja auch langweilig ;) Ich backte mit den Kids Schweizer Brot! – Dazu kaufte ich alle Zutaten ein und Donna war erstaunt, dass Brot auch mal anderst aussehen kann als einfach wie ein Toastbrot ;) aber sie war begeistert! Wir backten Brownies und Kekse, Schrieben dem Weihnachtsmann Briefe (Boa! Die Wunschliste der Kids! Das ist unglaublich!!!! Mir tun die Renntiere jetzt schon leid ;) ) Und wir machten einen Kinoabend in meinem Apartment, was die Kinder super fanden und gerne jeden Tag machen möchten – aber not so much TV please!!! ;)
Diesen Monat musste ich dann auch das erste mal die Schulbank drücken (hier in den USA ;) ) – das heisst, naja, es war nicht ne Schulbank, es war einfach ein Stuhl ohne Tisch und sonst was ;)
Die Schule war in Albany und ich besuchte sie für ein Wochenende zusammen mit meiner Au Pair Freundin Tina. Wir machten uns mit meinem Minivan auf den Weg nach Albany, was in New York liegt . 4-5 Stunden Fahrt lagen vor uns. Das ist ja nicht so schlimm – denkst du jetzt vielleicht!
Ne – es ist nicht schlimm, es ist ein Abenteuer;) Zuerst fuhren wir noch auf dem Highway und dann kam der Hammer! Plötzlich waren wir auf einer Strasse, mitten im Nirgendwo, keine Häuser, keine Autos, keine Mensch, kein Handyempfang UND – Achtung, jetzt kommts!!! Keine Tankstelle!!!
Nervös schaute ich immer auf unseren Zeiger, der die Tankfüllung anzeigt und so langsam wurde es auch noch dunkel! Perfekt! Es waren natürlich auch keine Laternen da, die uns den Weg etwas erleichter hätten – und das Fernlicht an meinem Auto ist nicht das, was ein Fernlicht eigentlich sein sollte…
Wir fuhren, fuhren und fuhren ab und zu mit 55 und ab und zu mit 10 Meilen pro Stunde (was Schneckentempo ist!!! Aber es gab sooooo enge Kurven!!!) und dann, nachdem wir noch auf eine Fähre mussten sagte uns die super freundliche Stimme meine GPS: „Sie haben ihren Zielort erreicht“!
„Ne haben wir nicht! Denn in diesem Haus werde ICH nicht übernachten!!!“ – Sagte ich ;)
Wir standen vor einem Haus, das aus sah als ob es schon 100 Jahre alt ist, aus Beton – kalt und kahl und dann kam ein Mann und erzählte uns – Gott sei Dank ;) – dass das nicht das richtige Haus ist. Stattdessen erwartete uns dann ein Wunderbares altes schönes und riesiges Hotel und die Schule war toll. Ich besuchte diverse Kurse, wie Fotografie, Graphik und Design und noch andere ;)
- Natürlich gibt’s auch Bilder davon…
Nun, Weihnachten naht meine Reise nach Florida und die Zeit vergeht wie im Flug. An Weihnachten wird ¼ meines Jahres vorbei sein – ich kann es nicht glauben …
Ich vermisse die Schweiz, würde gerne mal nach Solothurn gehen, der schönsten Stadt ;), möchte gerne mal meinen Hund sehen, welcher in diesem Monat ein Jahr älter geworden ist und natürlich auch all die lieben Menschen, die mir so sehr fehlen!
Alles liebe und bis bald – Ach und es hat neue Bilder ;)
Eure Linda
Montag, 9. November 2009
Boston und co
Dieses Wochenende war mein erstes freie Wochenende und es war das erste ohne meine neue Familie. Am Freitag machte ich mich auf den Weg nach North Andover, zu meiner Au Pair Freundin Tina. Ich freute mich riesig doch zuerst musste ich mich während 1 ½ Stunden durch das Verkehrskaos kämpfen, vier Spuren und mehr werden bei Nacht einfach unübersichtlich und gewisse Menschen nehmen einfach keine rücksicht – es war eine supermühsame fart, verbunden mit Bremsen, anfahren, hupen und Fluchen ;) oops! Das ich nur nach dieser kurzen Zeit auf Englisch fluche, das hätte ich nicht gedacht ;)
Endlich hatte ich Tinas Haus erreicht und wir gingen zusammen essen und machten einen Kino abend. Besonders wenn ich Filme schaue, merke ich doch, wie ich im Englisch besser werde, denn mitlerweilen verstehe ich praktisch alles und die lästigen Untertitel kann ich auch weglassen.
Tina lebt in einer ganz tollen und herzlichen Familie. Am Samstag morgen durfte ich ihr dabei helfen, die Kinder zu hüten. Sie schaut zu einem fünf jährigen Jungen und zu Zwillingen – Beides Mädchen und beide (ist ja logisch ;) ) zwei Jahre jung. Für mich war es spannend einmal mit anderen Kindern etwas zu machen und gleichzeitig merkte ich, wie sehr mir „meine“ Familie in Laconia doch schon ans Herz gewachsen ist… Sie fehlten mir irgendwie richtig!
Tina und ich gingen dann am Mittag nach Boston, einer wundervollen Stadt. Ein mix aus London und New York. Hochhäuser und Alte schöne Gassen waren eben so bezaubernd wie der Hafen. Mir gefällt diese Stadt sehr gut. Ich mag die schönen Marktplätze, die kleinen Gassen und all die Bäume, die alten Gebäude, den Hafen mit den Segelschiffen und die Hochhäuser, welche mich irgendwie an New York erinnerten… An diesem Tag bin ich zum ersten mal in einer alten U-Bahn gefahren und ich lernte ein Au Pair kennen, das auch aus der Schweiz kommt. Es war komisch, wiedereinmal Schweizerdeutsch zu sprechen… Denn mitlerweilen liegt mir Englisch und Deutsch besser. =)
Am Abend schauten wir wider einen Film zusammen und am Sonntag machten wir noch eine Shoppingtour in North Andover. Es war schön, wieder einmal eine ganz gute Freundin zu sehen und es tat gut wieder einmal eine richtige Stadt zu besuchen ;) Ich hatte in diesen 3 Tagen wieder unendlich viel erlebt und kennen gelernt und ich habe festgestellt, wie wichtig meine Gastfamilie für mich doch geworden ist, wie sehr ich jedes einzelne Mitlglied dieser wunderbaren und einzigartigen Familie ins Herz geschlossen habe. So war eis einfach wunderbar als am Sonntag aben plötzlich meine Apartmenttür aufging und die Kinder hereinstürmten und mich ganz doll umarmten….
Ich mag diese Arbeit immernoch sehr und kann mir gar nicht mehr vorstellen dass das irgendwann mal vorbei sein wird.
- Was natürlich nicht heisst, dass ich nicht auch sachen aus der Schweiz vermisse und das mir nicht auch unendlich viele Menschen aus der Schweiz fehlen! – Ich denke oft an euch!
Mir geht’s gut =)
Alles Liebe aus den USA
Linda
Halloween, Hund und Happy Birthday!!!
Doch bevor all die schön-gruslig dekorierten Häuser bestaunt werden konnten standen noch viele Arbeiten bevor. Am Vormittag gingen wir Kürbisse schnitzen, dann fuhren wir zurück nach Hause, die Kinder mussten ihre Kostüme anziehen… oder besser gesagt, ich musste sie ihnen die Kostüme anziehen ;), wer keine Maske hatte wurde geschminkt… Das waren zum Glück nur die zwei kleinen Mimi und Ava, aber wie sich herausstellten waren diese zwei genau die anspruchsvollsten. Jeder Pinseltupfer, jeder Strick jede Farbe, alles musste sitzen. Alle Accessoires mussten eingepackt werden, Laternen, und Donna bat mich, sie an unzählige Kleinigkeiten zu erinner… Es war stress pur. Ich rannte mit meinem Notizblock (Checkliste), Kugelschreiber, Leuchtstift, Lippenstift und Schminkzeug durchs ganze Haus und so ganz nebenbei versuchte ich auch noch mein Karo-Hemd, meine Cowboystiefel, den Hut anzuziehen und meine Frisur Einigermasen hinzubekomme… Dann endlich! Endlich war alles fertig und wir machten uns auf nach Concort. Wir gienen zu Onkel Dennis (Donnas Bruder). Er hat den lieben langen Tag damit verbracht sein Haus einigermassen „gruselig“ zu gestalten und es ist im nicht wirklich gelungen… denn es war nicht „einigermassen gruselig“, es war das gruseligste Haus in der ganzen Strasse. –Und die Strasse ist lang!!!
Nachdem wir unzählige Besucher erschreckt hatten und die Kinder ihre „Trick or Treat“ tour gemacht hatten gingen wir nach Hause. Ich war hundemüde und war einfach nur froh, als wir endlich zu Hause waren… doch zu Hause mussten wir dann all den Kram wieder aus dem Auto räumen ;) und die Kinder waren auch Müde, zu müde um überhaupt einschlafen zu können – so schien es mir jedenfalls… Nach etwa 5 Gutenachtgeschichten waren sie etwas ruhiger und ich machte mich auf den Weg in mein Apartment.
Uff! Es war in der letzten Woche einfach unglaublich viel geschehen. Bei mir pendelte sich wieder ein richtiger Alltag ein und seit Jack bei uns ist gehe ich wider viel mehr raus und habe riesen Freude mit dem Hund zu arbeiten.
Ja, wie ihr wohl merkt ist es wirklich so! Jack kann bleiben! Alle sind hin und weg und wir können uns ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Jack ist ein toller Hund mit unglaublich vielen Flausen im Kopf. Er hat bereits gelernt, wie man die Türe öffnet, er läuft mir jeden Schritt hinterher, spielt gerne und ich glaube er würde sich für’s Agility eignen! ;) Er ist unglaublich wendig, schnell und er kennt bereits einen Befehlt – ohne dass man ihn überhaupt sagt!!! Tisch! Das heisst, er springt wirklich von sich auf einen Tisch… nicht auf irgendeinen, ne, unser lieber Herr Hund stand eines Morgens als ich in die Küche ging mitten auf dem Küchentisch und schaute mich mit seinem „ Darf ich bitte ein Toast haben- Blick“ an. Ich musste mich zusammenreissen um ernst zu bleiben, denn es war einfach zu komisch ;) Das Katzen mal auf einen Tisch hüpfen, ok – das leuchtet mir ja noch ein, aber mit einem Hund auf dem Küchentisch, damit hat wohl niemand gerechnet…
Das Wetter hier ist wunderbar und so ging ich mit Jack oft an den See. (Siehe Fotos!!)
Ich mag den wunderschönen Hellblauen Himmel hier in den USA, den See, und natürlich mag ich nachwievor meine Arbeit als Au Pair. Egal was passiert, ich versuche jeden Tag zu geniessen und ich geniesse jeden Augenblick, welchen ich mit dieser Wunderbaren Familie verbringen kann… Unglaublich, nun ist schon mehr als ein Monat meines Jahres um … Und ich kann gar nicht glauben, was ich in dieser kurzen Zeit doch schon alles erleben Durfte.
Ich bin nun gespannt, was der November wohl alles bringen mag und warte ungeduldig auf den Ersten Schnee. =)
So, nun muss ich aber gehen. Die Drillinge haben heute ihre Geburtstagsparty und die müssen wir noch vorbereiten. Also nichts wie los, Notizblock schnappen und ab geht’s!
Alles liebe Linda
Sonntag, 25. Oktober 2009
After all a Dog – endlich doch ein Hund ABER WELCHER?
Wir schauten uns mehrere Hunde an und es war für mich sehr spannend die etwas zu beobachten. Ein Hund viel mir sofort auf. Ein Brauner Labrador-Vizla Mischling, welcher sich so freute als wir zu ihm gingen. Er mochte die Kids und hörte sogar auf Kommandos. Als die Kids sich vom Zwinger entfernten, blieb er stehen – während die Hund um ihn herum auf und ab hüpften, kläfften , am Gehege kratzen… Er blieb einfach stehen und lies die Ohren hängen (er hat fast solche Ohren wie Tosca) ….
Am Mittwoch besuchten wir ihn dann nochmals, am Donnerstag ging Donna und gestern gingen wir nochmals alle zusammen. Endlich durften wir mit dem Hund in ein riesiges Gehege. Sein Verhalten gegen den Kids war riesig und er scheint eine Engelsgeduld zu haben. –Und ich durfte endlich wieder einmal einen Hund knuddeln. =) Als wir dann ins Büro vom Tierheim gingen um einige Vormalitäten auszufüllen, sahen Donna und Andrew ein Puppy. Oh mein Gott! Jetzt auch noch das – eine schwere Entscheidung wird uns wohl auch noch bevorstehen. Donna und die Familie hatte sich für einen der beiden entschieden und dann fragte Donna mich: So Linda, welchen würdest du nehmen?
Mir fiel die Antwort schwer, weil ich wusste, dass die Kids den Welpen möchten - und Donna auch… Aber aufgrund der Rasse und co. war mir nicht ganz wohl beim Gedanken und ich wollte ja ehrlich sein. Wie ihr seht, treffe ich immer auf neue Herausforderungen =) Andrew, der Daddy schaute mich an als ob er sagen wollte: Mach endlich!!! Donna schaute mich an und ahnte wohl die Antwort und ich listete mir einige Begründungen im Kopf zusammen, denn hier muss man immer Begründen, wieso man das und nicht das andere nimmt oder macht…
Ich sagte ihnen, dass ich Jack, den Vizla Mix nehmen würde, da es aber ihr Hund und nicht meiner sein würde. (für mich hätte ich eh einen anderen ausgesucht!!! Da wäre ich in die Schweiz gegangen, an den Rankenweg in Biberist und hätte so einen Schwarzweissen Super-Mix ausgesucht… Zwar schon etwas älter, aber super süss wie ein Welpe, riesen Ohren und Pfoten die nach Popcorn riechen ;) ).
Und ich konnte es nicht fassen, als Donna sagte: „Also, Linda würde Jack nehmen und die Begründungen sind super! Wir nehmen Jack“. Dann sagte sie zu mir: „Linda, geh doch rasch alles Sachen im Laden aussuchen die der Hund braucht“ Ich wollte mich schon umdrehen da sagte sie: „Kannst alles aussuchen, ausser ein Halsband! Das hat er schon!“ Ich dachte nur MIST!!! Genau für das hätte ich ja als erstes gesucht =) All diejenigen, die mich kennen, die wissen wie viele Halsbänder bei mir zu Hause in der Schweiz sind und die können sich mein Gesichtsausdruck wohl vorstellen! Ich musste wohl etwa einen solchen Gesichtsausdruck gemacht haben, als wäre ich auf all diejenigen Katzen und Hunden allergisch, die ich an diesem Tag gesehen hatte und als würde ich nächsten einen Niessanfall bekommen… =)
Jetzt haben wir also einen Hund! Das heisst, er ist mal für eine Woche hier zum Testen. Denn das Personal vom Tierheim verlangten von uns, dass wir ihn zuerst eine Woche bei uns haben und schauen, wie es mit den Kindern geht, da es halt viele sind und sie sehr wild sind…
Jack, so heisst der liebe und er ist etwas kleiner und schlanker als Tosca. Sieht aus wie ein Vizla und ist überhaupt nicht verfressen. Er hört nicht auf seinen Namen aber auf Pfeifen (was die Kids nicht auf die Reihe kriegen ;) hihi) und er ist ein Goldschatz.
Wir gingen noch am Selben Abend eine Box und 100 andere Sachen einkaufen und als wir zu Hause waren, die Kids dann endlich (sie waren sehr sehr Aufgedreht den ganzen Tag ;) ) im Bett waren meinte Donna, dass sie froh sei, dass ich mit dabei war… Denn sie hätte mit dem anderen Hund wohl einen Fehler gemacht…
Hier lassen sich manche Fragen, welche in meinem Kopf rumschwirren einfach abhaken =)
Mal schauen, wie es nach einer Woche ausschaut…
Dienstag, 13. Oktober 2009
Ein Trip in die Wildnis der USA
1. ES HAT NOCH NEUE BILDER ;) Bitte runterscrollen...
Ein tripp in die Wildnis =)
Viel zu schnell waren wir am letzten Freitag auf dem laaangen highway unterwegs mit unserem riesen Camper. Die Drilinge sassen friedlich auf der Couch im hinteren Teil und schauten sich einen Film an, dazwischen gequetscht sahs Donna, die Mutter und ich genoss meinen Chefsesel und die Aussicht im Teil des Campers.
So starteten wir in unser verlängertes Weekend in die Berge Vermonts. Wir waren unterwegs zu „Uncle Bobs cabine“. Ich hatte natürlich keine Ahnung, was man darunter verstehen konnte… Daher machte ich mir meine eigenen Bilder… Vielleicht ein Campingplatz, vielleicht eine kleine hütte nahe an einem kleinen Dorf? Ich hatte überhaupt keine Ahnung!
Dann endlich waren wir am Ziel und ich erfuhr auch endlich, was „Uncle Bob’s Cabine“ war. Es war ein Blockhaus! Ein kleines, schönes, heimeliges Blockhaus, welches Uncle Bob selbst gebaut hat. Aussen sah es fantastisch aus. Ein schönes dunkelbraunes Haus, umgeben von einer riesigen Terrasse, mit Feuerstelle vor dem Haus und Aussicht auf einen riesigen Berg, hinter sich das Nachbarsland Kanada befindet. Innen war es eben so schön und einfach wunderbar gemütlich =)
Ich lernte dann schon bald sämtliche Familienmitglieder kennen und war plötzlich die Nanny für über 10 Kinder ;)
Diese Weekend war gefüllt mit unendlich vielen kleinen Abenteuer, Gruselgeschichten, Motorradstunden und Ausflügen und eben so vielen wunderbaren Momenten.
Die Natur in Vermont ist gigantisch schön ;) Die Wälder sind riesig, die Berge auch, die Herbst-Farben der Bäume leuchten hier noch viel mehr (Vermont gilt als schönster Ort des Indiansummers). Die Waschbären, Adler und Deers kennen keine Scheu und manchmal hört man einen Moose (Elch) rufen… Es gibt hier viele Lakes (seeen), Flüsse und Wasserfälle.
Am Samstag besichtigten wir verschiedene Ausstellungen und Farmen und ich sah endlich mal einen schwarzen Labrador… Abends brätelten wir an der Feuerstelle Marschmelos und man konnte den schönen Sternenhimmel sehen.
Am Sonntagmorgen schneite es kurz und es war eiskalt… (Jack Wolfskin wurde definitiv nicht in den USA erfunden !!! Es war einfach „BBBBBBBBRRRRRRRRRR“ kalt!!!) Was mich aber nicht daran hinderte eine Motorradstunde zu nehmen… Nun ja, ich werde wohl beim Auto bleiben =) Eine Cousine der „Hosmer-Kids“ hatts auch versucht und landete in einem Busch ;) (nun, jetzt wissen die Amis, das auch Schweizer lauthals lachen können ;) ) Dann machten wir eine supertruper spannende Tour… Alle Kids plus Nanny Linda ;) mussten sich auf die Ladefläche des PickUps begeben und dann ging es los. Es rüttelte und schüttelte was das Zeug hält, der Wind brauste uns um die Ohren und die Kids kreisten so laut sie konnten… (Kein Wunder lassen sich die Elche nicht blicken, wenn solche Monster durch Vermont fahren!!!) Endlich, endlich hielt der Wagen und ich hatte wieder festen Boden unter den Füssen und konnte mir mein eigenes Tempo aussuchen um vorwärts zu kommen ;)
Onkel Joe nahm mich mit, zusammen mit seiner Tochter auf eine Extratour, da ich ein schönes Foto von einem Wasserfall machen wollte… So kletterten wir über Stock und stein Hänge hinauf und schlitterten sie hinab und ich hatte höllische Angst um meine Kamera!!! Doch dann kam ja der Börner ;) Am Fluss angekommen sah ich weit und breit keinen Wasserfall – ich hörte ihn nur! Ich meinte: ich wolle ein Foto machen und keine „Sprachaufnahmen“!
„Take it easy!“ –meinte Joe, was ja typisch ami-mässig ist! ;) Nun kam der höhe Punkt… Onkel Joe hielt sich an einer Felswand fest, hangelte sich ans andere ende, bis er wieder Boden unter den Füssen hatte… Ich schluckte lehr und dachte: Ne! Das ist ein Scherz oder? „Swissgirl! Come one!!!“ hörte ich und dachte: NIE MALS!!!
Aber eben… Ich versuchte mich über diese Lücke zu hangeln, dachte: „schau einfach nicht runter“ -Machte es aber trotzdem und ich sah unter mir das eiskalte Wasser von diesem Fluss und hatte angst! Nicht um mich, nicht um meine neue Mütze, nicht um meine schönen neuen Boots oder um den weissen superteuren Faserpeltz… ich hatte angst um meine Kamera, welche in dem schönen rosa Etui nur darauf wartete ausgepackt zu werden und zu arbeiten ;) Dann hatte ich’s geschafft und wir kamen näher… und ich konnte ein Foto machen, hatte mir das ganze aber anders vorgestellt…
Als wir zurück am Treffpunkt waren um wieder ins PickUp einzusteigen mussten wir feststellen, dass das pickUp nirgends mehr war, dass kein Mensch hier war und dass mein Mobiltelefon von den USA keinen Akku mehr hatte und das SchweizerHandy keinen Empfang…
Die hatten uns vergessen!!!
Joe’s Mädchen fing an zu weinen, ich hielt das ganze für einen Scherz und ehr schaute drein, als hätte er sein Leben lang nur Regen gesehen. Ich meinte, dass sei ja nicht so schlimm, er solle nicht so schauen… Er antwortete mir, dass er nicht einen solchen blick mache, weil er jetzt warten müsse, er befürchte wir – und somit auch er, müssten den Weg zurück laufen… (Was für gewisse Menschen hier wohl etwas sehr schlimmes ist!!!) ;)
Nach 45 Minuten holte man uns dann ab und als wir bei „Uncle Bob’s Cabine“ ankamen packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Heimweg…
Das war ein wunderbares Weekend in Vermont =)
Ich bin gespannt was mich noch erwartet ;)
Ganz liebe grüsse aus den USA, dem Land mit den 52 Sternen =)
Linda
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Von Streifenhörnchen und co
Nun bin ich schon mitten in meiner 2. Arbeitswoche angelangt. Es Kommt mir jedoch so vor, als ob ich schon eine Ewigkeit hier wäre - und das ganze im positiven gemeint =)
Jeden Tag erlebe ich neue kleine Abendteuer zusammen mit den Kids oder wenn ich gerade unterwegs bin. Zu meinem Englischwortschatz darf ich von Tag zu Tag mehr Wörter zählen und so langsam kommt auch ne gewisse Routine in die Arbeitstage.
Mir ist aufgefallen, dass ich hier irgendwie mehr Sport mache als zu Hause;) Obschon rennen ohne Hund schon etwas gewöhnungsbedürftig ist… Ja, wir haben nur 5 kleine Haustiere; Goldfische! Boa! Die sind ja auch schön (beruhigend) aber eben…
Am Montag hehrste dann volle Action in unserem Haus! Nach Langem Warten haben wir endlich auch unser 6 „Haustier“ gefangen! Ein CHIPMUNK! Das ist ein Streifenhörnchen. Dieses kleine schlaue Tierchen tapste ab und zu durch die Küche und bediente sich in Unserer Küche – natürlich ohne uns zu Fragen und geschweige denn ein nettes „Please??“ von sich zu geben.
Als die Kinder heim kamen von der Schule so war dieses Tierchen natürlich Nr. eins!!! Und es floss schon die eine oder andere Träne, als wir dem Chipmunk dann am Abend das Türchen in die Freiheit, in die Wälder New Hampshires öffneten ;)
Wenn ihr runter Scrollt könnt ihr auch ein Bild von dem Chipmunk sehen…
Es wird einem hier nie Langweilig…
Ich lerne jeden Tag neues; Von Chipmunk fangen, Auf 4 kleine „Wildfänge“ aufpassen, Apfelpie backen und gleichzeitig Telefonieren und auf die Kinder aufpassen, Einparken mit riesen Autos oder tanken an uralten Tankstellen… es macht spass ;)
Nun freue ich mich aber auch schon aufs Weekend! Wir Gehen CAMPEN!!! Juhuiii!!! Ein Traum wird wahr! Campen in den USA! Im Vermont! Soooo schön und soooo kalt wird es wohl werden ;)
Ich bin gespannt was mich dort erwartet. Wer weiss, vielleicht schütteln wir einem Grizzly die Pfote ;), sehen einen Adler oder einen Elchen? However (wie man hier so schön sagt!) Es wird sicher lustig…
Handschuhe, Boots und Mütze sind parat!
Ich melde mich bald wieder
Big hug and greetings
Linda
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Erste Arbeitstage
Die Zeit vergeht doch ganz schön schnell... ;)
Jetzt haben wir schon Donnerstag und ich habe schon extrem viel erlebt ;)
Am Dienstagabend durfte ich die Kinder von der Schule abholen. Das heisst, ich traf mich um 15.00 Uhr (Ortszeit) vor Brigid's Schule. Brigid ist die älteste und ihre 3 Geschwister, die Drillinge; Andrew, Amelia (mimi) und Ava besuchen Dienstag und Donnerstag dieselbe Schule. Wir fuhren dann auf eine Farm, etwa 40 Minuten weit weg von hier, wo wir frisches Gemüse kauften und mir die Kids voller Begeisterung die Kühe (die sind hier auch weiss mit schwarzen Flecken), Kälber, Enten, Hühner und Schafe zeigten. Und dann ging es nicht lange und es herrschte volle Action auf dieser Farm. Mimi viel mit ihrer schönen Schuluniform hin und ich frage mich immer noch nach wie vielen Waschgängen wir wohl die Flecken da raus kriegen werden... However... Andrew und die anderen rannten davon zu einem Kürbis-Labyrinth wo ich zwischen den Einzelnen Kindern hin und her rennen musste um ihnen klarzumachen, dass Kürbise weder Fussbälle, Rugbybälle oder sonst welche Spielsachen sind... ;) Ihr seht, langweilig wird es mir hier NIE! ;)
Am Abend fuhren wir dann mit dem Auto um die ganze Insel - und das im Schneckentempo. Denn wir machten uns auf die Suche nach einem Deer oder einem Elch... doch wir sahen keine =( Dafür trottete plötzlich eine Deutsche Dogge (wenigstens jemand der GERMAN versteht ;) ) über die Strasse... Dann folgte auch schon bald eine GUTE NACHT GESCHICHTE und die Kinder schliefen friedlich ein ;)
Gestern, am Mittwoch waren dann die Kinder schon etwas ruhiger und es machte richtig viel Spass mit ihnen zu "arbeiten".
Heute machte ich um 7.00 Uhr wieder Frühstück, schaute dass die Kinder ordentlich angezogen waren und dass sie auch brav die Zähne putzten - und dann ging's ab in die Schule. Andrew der kleine musste noch rasch zum Arzt... Und jetzt sitze ich in meinem Zimmer und friere! Es ist echt kalt hier im "hohen Norden" ;) nein, so fest im Norden sind wir ja nicht, aber es ist wirklich kalt! Heute ist der erste richtige Herbst tag hier, was mich jedoch nicht von einer 50-60 minütigen Joggingrunde um die Insel zusammen mit Eichhörnchen und Deer's (ganz grosse Hirsche) abhält...
Fotos werden Folgen und ich wünsche euch eine gute Zeit.
Linda
Dienstag, 29. September 2009
Erster Eintrag
Um 6.30 Uhr klingelte Mein wecker - zu einer Zeit in der Ihr in der Schweiz schon laaaange am arbeiten seid...
Nachdem die Lunch's für die Kids eingepackt waren, alle die Zähne geputzt hatten und ihre sieben Sachen zusammenhatten, ging es los richtung schule.
Ich fuhr "Daddy" braf mit meinen "mini" Van hinterher bis zur schule, wo wir feststellten, dass die Kids ihren Lunch vergessen hatten... Ja, so ist das eben ;)
Jetzt werde ich bald Joggen gehen...
Mir gefällt es gut, im Land der Freiheit - wo man beim Joggen keinen Menschen antrift sondern Hordenweise Eichhörnchen, wo man am Nachts wenn man nach hause fährt den weg nicht mit Teenagern, welche von Ausgang heimkommen stösst sondern mit auf riesige "DEERs" (Hirsche) und wo man mit dem Auto nicht plötzlich auf der strasse anhalten muss, um einen Zug vorbeirattern zu lassen, sondern wo man auf die Bremse treten muss um einem wunderschönen Elch den vortritt zu lassen...
Bald werden auch einige Fotos auf meinem Blog sein von dieser schönen Umgebung...
Liebe Grüsse and best wishes
Linda Andrea